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Wind

Grundsätzliches

Jede Windkraftanlage zerstört das Landschaftsbild, ist technisch unsinnig, solange es noch keine technisch angemessenen Speicher und Netze gebt, und sie macht den Strom immer teurer und wird damit für Haushalte mit geringem Einkommen zum Problem.

Was heißt Energiewende? Welche Mengen von was konkret soll es wann zum Verbrauch geben? Was genau soll geschafft werden?

Welche Energiemengen sollen in der Region und in der Kommune erzeugt werden. Warum sollen das gemacht werden?

Es gibt politische Wunsch Pläne der Regierung in Bund und Land, aber nichts wird genau an Zahlen vor Vorgaben gesagt. Keine Kommune kann gezwungen werden, sich an dieser geheimnisvollen Idee zu beteiligen und eine Planung für „Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen im Flächennutzungsplan“ auszuweisen. Bezirksregierungen und auch die rotgrüne Landesregierung bedrängen die Kommunen mächtig, entsprechende Flächennutzungspläne zu entwickeln, sodass sich die politischen Vertreter schon sehr genötigt fühlen und zum Teil auch falsch informiert werden. Man glaubt in den Räten, das alles müsse man tun - NEIN ! - keine Kommune und kein Ratsvertreter muss sich bedrängen lassen, niemand kann zu etwas gezwungen werden. Im Ernst.

Es sei denn, dass die Politik ein Eigeninteresse hat, weil Ratsmitglieder oder Freunde und Familie Flächen an Betreibergesellschaften verpachten oder verkaufen wollen. Irre Summen werden den Flächeneigentümern geboten, Dörfern werden irre Versprechungen gemacht. Auch von kommunalen Stadtwerken. Eigentlich sind viele Mandatsträger in den Räten befangen, sie dürften nicht abstimmen. Klar ist, ein Kommune profitiert nicht von diesen Windenergieanlagen, im Gegenteil, Streit teilt das Dorf oder die Stadt.Die Allgemeinheit zahlt, einzelne Betreiber profitieren.

Vorsicht: Wird aber ein Flächennutzungsplan entwickelt, dann muss er rechtssicher sein, darf keine Fehler haben. Eine Menge dieser Planungen sind leider schon erfolgreich beklagt worden, weil die kommunale Verwaltung nicht super sauber gearbeitet hat. 

Oft ist es besser zu prüfen, ob überhaupt eine Flächennutzungsplan aufgestellt werden muss.

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Vielleicht dreht sich der Wind ja.

 

Manchmal drehen sie sich, machmal drehen sie sich nicht. Windenergie ist zufallsabhängig, somit unplanbar und auch nicht speicherbar. Genauer: Strom aus Windkraft und Sonne stehen mal mehr, mal weniger zur Verfügung – ohne Speicher müssen Kapazitäten abgeregelt werden, wenn kein Bedarf ist. Rund 400 Gigawattstunden (GWh) Windenergie im Jahr werden so verschenkt.

Windenergie ist nicht nur viel zu teuer, sondern auch technisch minderwertig. Deshalb können durch Windenergie und wie auch Fotovoltaik keine konventionellen Kraftwerke ersetzt werden. Zusätzlich wird die Netzstabilität massiv gefährdet. Die hierfür benötigten Stabilisierungsmaßnahmen lassen den Strompreis weiter in die Höhe schießen. Bereits jetzt ist der Privatstrompreis in Deutschland der zweitteuerste in Europa, was insbesondere Geringverdiener und Familien belastet.

Nicht nur Dahl, viele Orte werden von den Wind Türmen regelrecht umzingelt: Deutschland hat regional sehr unterschiedlich in der Summe zu viele Windräder, die Grenze für den Bau neuer Anlagen wird 2014 weit überschritten, ein gigantischer statistischer milliardenschwerer Blödsinn.

Im Jahr 2014 wurden laut den aktuellen Veröffentlichungen des Bundesverbandes Windenergie neue Windkraftanlagen mit einer Maximalleistung von 4750 MW installiert, dies ergibt einen Nettozuwachs um 4400 MW und damit einen neuen “Ausbaurekord”. Der Zuwachs ist allein auf die massive Subventionierung durch das planwirtschaftliche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zurückzuführen. Ohne die EEG-Zwangsabgabe würde wohl niemand in Deutschland in diese Form der Stromerzeugung investieren. Die Zeche zahlen auch hier die Bürger und Teile der Industrie zwangsweise über weiter steigende Strompreise. 

Die Einspeisevergütung für Windenergie in der Vergangenheit ist so üppig, dass vielerorts Landwirte enorme Pachtpreise von über 50.000 Euro pa pro Windrad erzielen konnten, wenn sie ihre Felder für den Bau hergeben. Ein einträgliches Geschäft.

 

Orkan kostet Stromkunden mehrere Millionen

Die jüngsten Orkan-Tage haben die Netzbetreiber einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Zahlen müssen das die Verbraucher. Die Lage war so brenzlig, dass Hunderte Windräder einfach abgeschaltet wurden. ( vom 3. 4. 2015 FAZ / HB )

 

Ein neues PR Zauberwort heißt „Bürger- Windpark“, in dem alle Bürger profitieren. Alle Bürger?

Betreiber und Gemeinden verkünden: An­statt Strom “teuer von aus­wärts” zu kau­fen, bleibt das ent­spre­chen­de Geld als Wertschöpfung in der Ge­mein­de bzw. im Kreis. Aus Sicht kom­mu­na­ler Fi­nanz­po­li­ti­ker hat das in der Tat Charme, denn tat­säch­lich spü­len die EEG-geschuldeten Ein­nah­men nicht nur enorme Ge­wer­be­steu­ern in die Ge­mein­de­kas­sen, auch lokale Vereine werden mit Geldgeschenken bedacht.

Noch mehr Windparks sollen geplant werden, Zug um Zug sollen alte Anlagen durch größere, neue, leistungsfähigere ersetzt werden. Das wird noch mehr Geld bedeuten.

Windkraftanlagen sind moderne Industrieanlagen, die eine Wertschöpfung erwirtschaften sollen. Solche Projekte dienen letztlich dazu, diese sogenannte Wertschöpfung mithilfe staatlicher Subventionen wie der garantierten Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine möglichst hohe Rendite mit geringem Risiko zu erzielen. Darum steigen die Strompreise massiv, Unternehmen versuchen das auf den Kunden umzuwälzen, private Haushalte aber müssen zahlen, besonders schwer fällt das den über 5 Millionen Haushalten Nahe der Armutsgrenze.

Aber was ist eine Wert­schöp­fung? Sie fin­det dann statt, wenn Güter oder Dienst­leis­tungen er­stellt werden, für die ein Kon­su­ment einen Preis am Markt zu zahlen be­reit ist, der über den Produktionskos­ten liegt, die dem Pro­du­zenten ent­stan­den sind. Diese Produktion ist dann ein Mehrwert, auch weil der Nutzenzuwachs den Wertverlust übersteigt (Verbrauch von Material, Erschöpfung der Arbeitskraft usw.). Ein Mehrwert aber entsteht bei der Wind Stromerzeugung nicht, denn die Kos­ten des EEG-Stroms über­stei­gen wegen der staatlichen Förderung des Stromabnahmepreises den Markt­preis. Durch das EEG wer­den alle kleinen Stromkunden ge­zwun­gen, mehr für den Strom zu be­zah­len, als für die Stromproduktion eigentlich nötig, weil die durch das EEG garantierte Vergütung des erzeugten Stroms über den Marktpreisen der Stromerzeugung liegt. Das EEG bedeutet also für alle kleinen Stromkunden eine Erzeugung eines negativen Wertes, es werden so also Vermögen und Werte auch des kleinen Haushaltes verringert, es entsteht kein Mehrwert, sondern es werden so Werte vernichtet. Bürgerwindparks vernichten also Werte der Allgemeinheit.

Die Bürgerwindpark Ein­nah­men als gefeierte Wertschöpfung sind un­term Strich eher eine Umverteilung und eine Be­rei­che­rung der Windparkgenossen oder Anteilseigner zu­las­ten Drit­ter – ge­nau­er: aller deut­schen Strom­ver­brau­cher. Es profitieren also nicht alle Bürger. Die sich eine Geldanlage in einem Windpark nicht leisten können, zahlen in letzter Konsequenz die Rendite der Vermögenden. Das ist unsozial.

Wie so etwas funktionieren kann? Die Frage ist, ob die Betreiber dieser Windindustrieparks pharaonischen Ausmaßes die Öffentlichkeit bewusst täuschen.

Dem Anleger wird eine sichere und hohe Rendite versprochen, der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister wird öffentlich mit Klagen gedroht, wenn sie sich gegen die Planungen stellen, weil es doch um den Klimawandel und den Schutz der Natur gehe. Klimaschutz oder Geschäftemacherei? Spaltet diese Windindustrie die Orte in Nehmer und Geber?

Es scheint in der Tat so, dass Windkraftanlagen hauptsächlich aus kommerziellen Gründen und weniger aus ökologischem Interesse errichtet werden, sie sind nämlich eher ein Raubbau an der Natur. Nicht nur durch Geräuschemmissionen leiden Mensch und Tier. Infraschall, Vibrationen und Lichteffekte schädigen das zentrale Nervensystem. Selbst Immobilienwerte werden vernichtet, denn wer will schon unter einem Windrad wohnen! Die negativen Kosten sind hoch.

Das Erscheinungsbild einer Landschaft wird durch diese Anlagen nachhaltig verändert. Die ländlichen Regionen des Hochstifts haben inzwischen schon den Charakter einer Industrielandschaft. Windkraftanlagen sind konstruktions- und funktionsbedingt nicht landschaftsbildverträglich einzubinden. Sehr viele Bürger sehen das Problem, dass Windkraftanlagen dem Schutzzweck der Landschaftsschutzgebiete eindeutig widersprechen, weil diese technischen Bauwerke wegen ihrer Größe, Gestalt und Rotorbewegungen weithin auffallen und damit die regionstypische Vielfalt, Eigenheit und Schönheit der Landschaftsschutzgebiete verfremden. Der Eingriff in Natur und Landschaft ist so gravierend, dass gefragt werden muss, ob den Belangen des Landschaftsschutzes nicht doch Vorrang einzuräumen ist.

Ein weiterer Nachteil ist der Landschaftsverbrauch, denn kreisweit sollen nun in historisch gewachsenen Erholungs- und Kulturlandschaften noch weitere Windkraftanlagen errichtet werden. Selbst in Waldgebieten werden inzwischen Windparks eingerichtet. Das von der WIndindustrie bevorzugte Paderborner Land rettet den deutschen Klimawandel. Welch ein Unsinn!

Weitere Windkraftanlagen in bisheriger Genehmigungsart sind abzulehnen. Windvorranggebiete müssen ihre Privilegierung verlieren, Vorrang haben alle Bürger, sie müssen deutlich besser am Entscheidungsprozess beteiligt und nicht hinters Licht geführt werden, es müssen 2 km ( oder Höhe mal 10 )  Mindestabstand zur Wohnbebauung verpflichtend sein. Eine Wind Energieproduktion hat sich am Markt zu bewähren, muss auf jede Subventionierung verzichten. Es gilt darauf zu achten, dass die Natur geschützt und zugänglich bleibt und dass die Lebensqualität ganzer Orte nicht vom Winde verweht wird. Es braucht eine öffentliche ideologiefreie Debatte eines realistischen Energiemixes. Vorschlag:  Eine Kombination aus erneuerbaren Energien und leicht regelbaren Gaskraftwerken ist vielleicht eine Lösung für die Zukunft.

Energiewende einmal anders: Die britische Regierung möchte keine weiteren Windparks mehr auf ihren Hügeln der Insel sehen. 

 

Was bedeutet das für Paderborn im Rat der Stadt?

nur ein Beispiel  - 16.12.2014 Windenergie im Bauausschuss

Die Stadt will als Verwaltung immer mehr von etwas, dann steigert sie ihre Daseinsberechtigung. Was da gestaltet wird, ist eher fast egal. In diesem Fall will sie mehr Windenergie, sie möchte ihre Planungen in Sachen Windenergie rechtssicherer machen, darum plant und prüft sie eine Ausweitung der Möglichkeiten, Windkraftanlagen zu bauen, weil die gesetzlichen Vorgaben verlangen, dieser Möglichkeit der Erneuerbaren Energieerzeuger substantiellen Raum zu bieten. Die Stadt muss belegbar darlegen, warum sie welche Fläche als geeignet betrachtet und welche nicht. Solche Potentialflächen müssen im Hinblick auf eine konkurrierende Nutzungen überprüft werden.  Das zugrunde gelegt, bleiben Räume übrig, die aus heutiger Sicht als Standorte für eine Konzentration von Windkraftanlagen (flächige Suchräume) in Betracht kommen. 

Dieser komplexe Prozess ist eine enorm schwierige Aufgabe, weil hier rot/grüne NRW Ideologie auf die Realität vor Ort trifft. Viele Bürger haben nämlich langsam die Nase voll von all den Windrädern um sie herum und weil der Strom einfach zu teuer geworden ist, 50 % des Strompreises müssen für diese Idee allein an diversen Umlagen gezahlt werden, der Strom selbst kostet dann die anderen 50 %. Das heißt, der Strom, könnte 50 % preiswerter sein!!!

Die heutige Beschlussvorlage lautet: "Der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt der Stadt Paderborn beschließt den Vorentwurf der 125. Änderung des Flächennutzungsplanes „Konzentrationszonen für Windenergie“ und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden." (…) 

Grundlage einer mehrschrittigen Prüfung ist die Definition einer „Referenzanlage“, also einer gängigen „Muster“-Windkraftanlage, die den erforderlichen planerischen Abschätzungen zugrunde gelegt wird. Eine derartige Referenzanlage ist erforderlich, da die Flächennutzungsplanung keine konkreten Vorhaben bzw. Standorte für diese plant. 

Für die AfD Paderborn habe ich dazu folgende Position vertreten: Wir lehnen die Vorlage als Entwurf ab und regen Überarbeitung und Neuvorlage an.

Vorgetragene Begründung:

"Mit konstruktiv gemeinter kritischer Nachfrage zu 2 Punkten wollen wir die angestrebte Rechtssicherheit des FNP (Flächennutzungsplan) helfen zu verdichten. Wir sehen 2 Schwachpunkte: 

1. Die Vorlage verweist auf eine nötige  „Referenzanlage“.  Die Beschreibung dieser gewählten „Referenzanlage“ ( 140 m Höhe / 100 db(A) ) ist technisch überholt und damit juristisch angreifbar.

Wir haben keine Neuanlagen mehr mit 140 m Höhe und einer Nabenlautstärke von 100 dB(A), sondern heutige Windkraftanlagen der repowering Generation haben eine Nabenhöhe von 180-200 m (und auch mehr). Außerdem geben wir zu bedenken:  Die Vorlage verzichtet auf eine Höhenbegrenzung!!!  Wie hoch dürfen diese Anlagen werden? Je höher, um so mehr Wind. Sie werden wachsen.

Also ein gravierende Schwachpunkte der Vorlage, die eine Planung auf dieser Grundlage angreifbar macht.

 

2. Mit einer Höhe von ca. 200 m (und mehr) steigt auch das Nabengeräusch auf ca. 130 dB(A), eine gigantische Erhöhung der Lautstärke solch großer Anlagen. ( 130 db(A) sind sehr viel lauter als jedes AC/DC Konzert. ) Daraus folgt eine dann nötige andere Bewertung der „immisionsschutzrechtlichen Schutzabstände“ (weiches Kriterium): mein Vorschlag: Große Anlagen = große Abstände / kleine Anlagen = kleine Abstände.  Wir fordern in Anlehnung an rechtsichere Vorgaben in anderen Bundesländern (Bayern/Brandenburg)  den Faktor  10 xH, das heißt: eine 100 m hohe Windanlage muss 1000 m Abstand zur Wohnbesiedlung halten, eine 200 m hohe Anlage muss 10 x 200 also 2000 m Abstand halten. 

Haben alle Gemeinden/Städte diesen Faktor 10xH  in ihren FNP, dann ist das auch rechtssicher, weil das Prinzip der Vergleichbarkeit als einheitliches Kriterium vorherrscht.

Grundsätzliche Anmerkung zur Planung, mehr Potentialflächen ausweisen zu wollen:  

Solange Strom nicht gespeichert werden kann, ist die gern vorgetragene Windkraftbilanz mit schon erreichten 16 % Erzeugungsanteil am realen Stromverbrauch der Stadt Paderborn statistischer Humbug.

Windkraftanlagen schaffen destabile Netze, gefährden eine stabile Grundversorgung, sind Lieblingskinder von Lobbyisten und Ideologen, sie verunstalten und verschandeln die Natur und den Lebensraum aller Menschen. Wir brauchen keine weiteren Windkraftanlagen. - Vielen Dank."  

Bei einigen Zuhörern im Hintergrund war leiser Applaus zu hören... was im Rathaus eigentlich verboten ist. Ich glaube, dass viele Menschen unausgesprochen sagen: Es ist genug. Schluss mit der Spargel-Landschaft.